Zukunftsorientierte Bildung in Ostsachsen – nachhaltig, kreativ und inklusiv!

Das beantragte Projekt zielt auf die Stärkung ökologischer, ökonomischer und digitaler Grundkompetenzen in ostsächsischen ländlichen Regionen. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung alltagspraktischer Kompetenzen für den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, für nachhaltigen Konsum sowie den sicheren Umgang mit digitalen Medien.

Durch interaktive Lernformate (z. B. praktische Workshops, digitale Lernräume, Outdoor-Formate, KI-gestützte Angebote) werden insbesondere bildungsungewohnte und sozial benachteiligte Zielgruppen erreicht. Im Sinne einer inklusiven Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden Angebote in Leichter Sprache, barrierefreie digitale Zugänge sowie partizipative Beteiligungsformate angeboten.

Die Teilnehmenden erwerben Kompetenzen zur Gestaltung eines nachhaltigen Alltags, zur sozialen Teilhabe und zur Mitwirkung an Transformationsprozessen im Sinne einer zukunftsorientierten, solidarischen Gesellschaft.

Kategorie: Natur & Umwelt

Laufzeit: laufend

  • Vermittlung ökologischer, ökonomischer und digitaler Handlungskompetenzen
  • Abbau von Teilnahmehemmnissen durch inklusive, barrierearme Formate
  • Befähigung zu nachhaltigem Alltagshandeln und digitaler Selbstbestimmung
  • Förderung sozialer Teilhabe und gesellschaftlicher Mitwirkung
  • Nachhaltige Verankerung der Kompetenzen durch praxisnahe Anwendungen
  • Bildungsferne bzw. bildungsungewohnte Menschen
  • Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen
  • Senior/-innen 
  • Schüler/-innen und Lehrkräfte an Förder‑, Ober‑ und Gymnasialschulen
  • Kommunalpolitiker/-innen und Multiplikator/-innen
  • Mitarbeitende anderer Bildungseinrichtungen

Förderungen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Maßnahmen und Aktivitäten

  • Interaktive Workshops, digitale Lernräume, Outdoor‑Formate
  • Projektbasiertes Lernen (z. B. Gartenprojekte, Mobilitätslösungen)
  • Nutzung von KI‑gestützten Lernhilfen und Open‑Source‑Plattformen
  • Entwicklung barrierearmer Materialien in Leichter Sprache
  • Einsatz visueller, haptischer und digitaler Lernmedien
  • Beteiligungsformate wie Ideenwerkstätten, Feedback‑Runden und Mitwirkung an Öffentlichkeitsarbeit

In der aktuellen globalen Situation von Deals um seltene Bodenschätze und dem Run auf den Abbau von Ressourcen auf dem Meeresboden bzw. auf dem Mond, künftig auch auf anderen Planeten, nimmt die Bedeutung von Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) für alle Altersgruppen zu. In einer Welt, die vor allem wachstumsorientiert geprägt ist, sehen wir die Notwendigkeit, die Menschen aller Altersklassen dabei zu unterstützen, zunehmend auf Ressourcenverschwendung und –vernichtung aufmerksam zu machen und sich mit deren Folgen für das eigene Leben wie auch das der zukünftigen Generationen zu befassen.

Besonderen Auftrieb bekam die Entwicklung von Ressourceneffizienz mit dem Trend zum Reparieren in der Corona-Zeit. Viele Menschen begannen, kaputte Gegenstände zu reparieren, anstatt sie wegzuwerfen. Das lag unter anderem daran, dass Lieferengpässe und geschlossene Geschäfte den Zugang zu neuen Produkten erschwerten. Initiativen wie Repair Cafés passten sich an die Pandemiebedingungen an, indem sie Online-Reparaturhilfe anboten oder einen Abhol- und Bringeservice organisierten. Auch Werkstätten mussten kreativ werden, um trotz Einschränkungen weiterarbeiten zu können. Dieser Trend hat bei vielen Menschen das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gestärkt.

Ressourceneffizienz ist eng mit nachhaltiger Bildung verknüpft: Bildung spielt bei der Förderung eines bewussten und nachhaltigen Umgangs mit natürlichen Ressourcen eine Schlüsselrolle. Themen wie Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz soll so z.B. in Lehrpläne der Schulen integriert werden, um die Transformation hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu unterstützen.

Zukunftsorientierte Bildung ist aber nicht nur nachhaltig, sondern immer auch inklusiv. Der Ansatz der Inklusiven BNE verbindet Nachhaltigkeit mit sozialer Gerechtigkeit und ermöglicht allen Menschen den Zugang zu Bildungsangeboten, die Umweltbewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung fördern. Ein inklusiver Ansatz in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stellt sicher, dass alle Lernenden unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen aktiv an nachhaltigen Bildungsprozessen teilnehmen können.

Mit dem Projekt wird ein Beitrag geleistet,

  • die Menschen in Ostsachsen zu nachhaltigem Ressourcenverbrauch und Nachdenken über die Notwendigkeit von Ressourceneffizienz zu befähigen,
  • sich Urteile und Wertungen insbesondere über einen nachhaltigeren Umgang mit der vorhanden Natur und Umwelt zu bilden und
  • sich selbstbewusst und –bestimmt in gesellschaftliche Auseinandersetzungen aktiv einzubringen und so unser Gemeinwesen in Fragen der Erhaltung einer lebenswerten Umwelt weiterzuentwickeln.

Themenschwerpunkte und Inhalte

Das Projekt gliedert sich in drei thematische Module. Die Inhalte orientieren sich an den im Durchführungserlass festgelegten Anforderungen.

  • Grundlagen der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz
  • Umweltbewusstsein und Ressourcenschonung im Alltag
  • Nachhaltige Ernährung und Einflussmöglichkeiten durch Konsum
  • Bedeutung von Biodiversität und natürlichen Lebensgrundlagen (Boden, Wasser, Luft)
  • Auswirkungen von Umweltverschmutzung (Plastik, CO₂, Gewässer, Luft)
  • Klimaschutz, Ressourcenschonung, Erhalt von Lebensräumen
  • Abfallvermeidung, Recycling, Nutzung nachwachsender Rohstoffe
  • Finanzielle Grundbildung für Alltagsentscheidungen
  • Konsumverantwortung und Lebensqualität
  • Nachhaltiger Konsum und Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)
  • Haushaltsplanung, verantwortlicher Umgang mit Geld, Reparieren statt Wegwerfen
  • Möglichkeiten des Sparens und Altersvorsorge
  • Rechtsfragen (Kaufvertrag, Energieverbrauch, Handy-/Internetnutzung)
  • Umgang mit wirtschaftlichen Krisensituationen, Schuldnerberatung
  • Zugang zu digitalen Lernangeboten und -plattformen
  • Nutzung digitaler Werkzeuge für Alltagsstrukturierung, Recherche und Kommunikation
  • Datenschutz, Urheberrecht, Schutz der Privatsphäre
  • Kritischer Umgang mit Online-Informationen (Fake News, Social Bots, Trolle)

Digitale Ethik und verantwortungsvoller Einsatz neuer Technologien

Ansprechpartner/-innen

Gerhild Kreutziger
Gerhild Kreutziger
Projektleiterin
Nicole Rieger
Nicole Rieger
Projektmitarbeiterin